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28.04.2016
Sag niemals nie - ein PETROLICIOUS Report
Einmal Jenseits und zurück - die Wiederauferstehung einer Werks-Alpine.
Unsere Freunde von alpineLAB haben uns Leute vom Fach ja bereits mit mehreren Restaurationsprojekten tief beeindruckt, dass uns die Worte ausgingen, die Perfektion zu beschreiben. Doch das gerade fertiggestellte Automobil lässt uns geradezu in Erfurcht erstarren.

Zwar sind die kleinen, leichten Plastikflundern mit Heckmotor von Alpine zur Zeit heiss begehrt, doch das war nicht immer so. Irgendwann waren selbst die erfolgreichsten Rallye-Geschosse nur verbrauchtes Rennmaterial, um, nachdem viele Rennfahrerhände ins Lenkrad griffen, schlussendlich ausgemustert zu werden.
 

AlpineLAB wusste schon seit längerer Zeit von diesem speziellen Exemplar, doch die Umstände waren eher ernüchternd, um sich auf ungewisses Abenteuer einzulassen. Wie auf der alpineLAB eigenen Internet Präsenz nachzulesen, war zum damaligen Zeitpunkt bereits ein anderes Restaurationsprojekt in vollem Gange und die Bestandsaufnahme liess ein umfangreiches und äusserst schwieriges Projekt erwarten. Obwohl sehr verlockend, fiel dennoch der Enscheidung vom Erwerb lieber Abstand zu nehmen.

Weitere zehn Jahre vergingen, ohne dass sich jemand fand, der in der Lage gewesen wäre, sich einer solchen Herausforderung zu stellen. Was war so abschreckend? Nun, die Renngeschichte gibt Aufschluss darüber. Mit Einsätzen bei den wohl härtesten Rallyes aller Zeiten, zumeist in Afrika, bestand kein Zweifel, dass es sich um eine Alpine handelte, die es wert war, der Nachwelt zu erhalten. Doch die handgefertigte glasfaserverstärkte, in Jahrzehnten verschlissene Karosserie, von den Modifikationen ganz zu schweigen, wieder in den Originalzustand zu versetzen, erschien als hoffnungsloses Unterfangen.

Wir legen es jedem nahe die ganze Geschichte direkt bei alpineLAB nachzuvollziehen. Diesem faszinierenden Automobil wieder Leben einzuhauchen, war ganz sicher die einzig richtige Entscheidung.

Besonderen Dank gilt neben alpineLAB auch Fotograph David Zu Elfe für die ersten Eindrücke während der Jungfernfahrt nach erfolgter Restauration.


Weitere Informationen: http://petrolicious.com/the-alpine-lab-just-resurrected-a-works-a110-that-was-almost-past-saving

26.04.2016
Ersatzteile für Puristen und Kenner
In Kürze verfügbar, Preise auf Anfrage.
 
Protektor "Maroc" vorne
Forntprotektor (Aluminium) für A110 1600S / 1800, Werkswagen konform 1973/1974
Reserveradhalter A110 1600S - 1800
Reserveradhalter (Aluminium) für A110 1600S - 1800
Schalldämpfer A110 1600S / 1800
Schalldämpfer A110 1600S / 1800 konform Werkswagen A110-1800 1973/1974
Mechaniker Overall
2. Serie Mechnaiker Overall in hellblau (Gr. M + L)

19.04.2016
TOUR DE FRANCE Heroes - ein Classic Driver Report
Mit dieser Alpine A110 samt Teamtransporter gewinnen Sie jede "Tour de France". Mit Renaults Remake der Alpine A110 ist das Interesse an den historischen Sportwagen neu erwacht. Diese frisch restaurierte Alpine A110 „Tour de France“ samt passendem Renault Estafette als Teamtransporter erinnert an die großen Tage des französischen Rennsports.
 

Glücklicher Besitzer des properen Franzosen-Doppels ist Jürgen Clauss, Gründer der Online-Plattform AlpineLAB, die sich an Besitzer und Liebhaber der Alpine A110 wendet. Nach seiner Überzeugung sind klassische Alpines stark unterbewertet. Um dem Auto die fehlende Anerkennung zu verschaffen, will er Besitzer zusammenführen, aber auch gut erhaltene Exemplare aufspüren und wieder aufpäppeln. Dabei braucht die Alpine A110 eigentlich keine Vorstellung mehr – Rallye-Star der späten 1960er und frühen 1970er Jahre, Hecktriebler alter Schule und mit Quertreibern wie Jean-Pierre Nicolas, Jean-Claude Andruet, Jean-Luc Thérier, Bernard Darniche oder Ove Andersson unter anderem zweimaliger Sieger der Rallye Monte Carlo, EM-Sieger 1970 sowie Gewinner der Marken-WM 1971 und 1973.

Hommage an die Tour de France

Das hier gezeigte weiße Exemplar wurde zwei Jahre lang nach Original-Spezifikationen gewissenhaft restauriert. Es handelt sich um ein rares „Tour de France“-Modell mit dem anfangs von Alpine eingesetzten 1,1 Liter großen Heckmotor. „Die Tour de France-Version wurde ab Werk mit einer besonders leichten Fiberglaskarosserie und weiteren Rennsportoptionen aufgerüstet“, weiß Jürgen Clauss zu berichten. „Dazu zählten zwei Benzintanks, eine beheizte Frontscheibe, Plexiglas-Fenster, Sportsitze, Hinterachsfedern vom Typ Mille Miles, S.E.V. Marchal Scheinwerfer und eine sonst nur für die Werkswagen reservierte Frontkühlung.“ Der „Tour de France“ wurde 1965 vom nahe Lausanne wohnenden Schweizer André Wicky geordert, dessen Rennteam auf Porsche 908 auch bei Langstreckenrennen in Erscheinung trat. „Das Auto wurde ohne Motor ausgeliefert“, berichtet Alpine-Kenner Clauss. „Wicky hatte gute Verbindungen zum Motorentuner Bernard Collomb aus Nizza, sodass wir vermuten, dass er sich von ihm einen potenteren Gordini-Motor einpflanzen ließ.“ Der bis heute im Auto sitzende 1,3-Liter-Motor war gut für 135 PS stark – ein Plus von 40 PS gegenüber dem serienmäßigen 1100er-Aggregat.

Die bekannte Rennhistorie des Wagens ist interessant, wenngleich schnell erzählt. Bei der zur Europameisterschaft zählenden Rallye Lyon-Charbonniéres-Stuttgart-Solitude von 1966 spielte die weiße Berlinette speziell auf den verschneiten Sonderprüfungen in den Alpen ihre Talente aus und verhalf Wicky samt Copilot Claude Haldi zu Platz fünf in der Klasse bis 1,3 Liter. Zwei weitere Alpine mit Hanrioud/Peray und Vinatier/Hoffmann am Steuer holten sogar die beiden ersten Plätze im Gesamtklassement. Nach dem Ende ihrer aktiven Karriere wurde die Alpine ab 1974 fast 40 Jahre lang in der Schweiz eingelagert, ehe sie Jürgen Clauss aufstöberte und 2012 erwarb.

Rédélés Vision

Die späten Gruppe-4-Modelle mit 1,8 Liter Hubraum und dicken Kotflügelbacken mögen uns besonders in Erinnerung sein, doch haben diese frühen, fast zierlich wirkenden Exemplare für Besitzer Jürgen Clauss ihren speziellen Reiz. „Das Besondere an einem Tour de France im Vergleich zur bekannteren A110 1800 ist die dem Originalentwurf von Jean Rédéle verpflichtete, schlanke und somit sehr elegante Karosserie. Darüber hinaus ist solch eine A110 Tour de France sehr selten. Soweit bekannt, sind nur zehn bis 15 Modelle mit Motorsportpaket gebaut worden. Es handelt sich also um eine der seltensten Alpine-Typen überhaupt, selbst im Internet findet man kaum handfeste Informationen.“

French Connection

Zum kompletten Glück eines Besitzers, der mit solch einer Alpine lieber heute als morgen zu historischen Rallyes ausrücken will, fehlt eigentlich nur noch der passende Rennwagentransporter. Und auch den hat Jürgen Clauss zu bieten. Im Vergleich zum im Frankreich der Nachkriegszeit omnipräsenten Wellbech-Transporter Citroën H ist auch der Renault Estafette ein eher weniger beachteter Klassiker. Dabei gehörte auch er zum Straßenbild des Frankreichs der Swinging Sixties. Als Clauss dieses bemerkenswert originale Exemplar entdeckte, erkannte er sofort seine Eignung als „Service Course“-Fahrzeug für seinen eigenen Fuhrpark. „Ich entdeckte diesen Estafette 2015 in Frankreich“, erzählt er. „Es handelt sich um ein Exemplar der sehr seltenen Reihe Zone Bleue, mit einem kleineren Wendekreis als die Serienversion und somit speziell für die engen Straßen von Paris geeignet. Er ist nun mein Team-Transporter und wird mich zu Rallyes und anderen Events begleiten.“

Stadtgespräch

Wir können uns kein passenderes Gallien-Gespann vorstellen, um damit zum Beispiel die heute gestartete Tour Auto, den spirituellen Nachfolger der Tour de France Automobile, zu bestreiten. Auch wenn es schnellere Transportmittel für eine Reise von Paris nach Cannes gibt, gehört eine Fahrt in der Alpine garantiert zu den unterhaltsameren Erlebnissen – speziell mit Blick auf die in ihr schlummernden Rallye-Talente. Und mit den Mechanikern als Nachhut im Estafette-Van ist man sicher bei jedem Zwischenstopp Stadtgespräch Nummer eins. Vive la France!

Quelle: ClassicDriver.com
Editor: Alex Easthope
Fotos: AlpineLAB, Editions Maurice Louche





Weitere Informationen: https://www.classicdriver.com/de/article/autos/mit-dieser-alpine-a110-samt-teamtransporter-gewinnen-sie-jede-tour-de-france