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In unserem Blog informieren wir über Aktivitäten, Veranstaltungen und Neuheiten.
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24.05.2015
JEAN PAUL BELOMONDO in: "HO! Die Nr. 1 bin ich"
Michael Delaney, Pete Aron und … François Holin

Delaney and Aron sind in der Welt der Leinwand-Rennfahrer aus Hollywood keine unbekannten Namen. Im Jahr 1966 spielte James Garner den Formel 1-Piloten Pete Aron, der eine zweite Chance zu einem fulminanten Comeback erhält. John Frankenheimer’s “Grand Prix” ist heute ein Kult-Film, ebenso wie der 1971 gedrehte Streifen “Le Mans” mit Steve McQueen. Heute schwärmen die Liebhaber von der langen Anfangsszene, wenn Michael Delany, Rennfahrer des Gulf Porsche Teams, mit seinem schiefergrauen Porsche 911 durch die französische Landschaft und Le Mans zur Rennstrecke fährt. Es dauert eine kleine Ewigkeit bis endlich der erste Dialog die Atmosphäre erfüllt.

Es gibt es jedoch noch ein drittes Rennfahrer Epos, das auf einer Geschichte von José Givanni beruht und 1968 vom französischen Regiseur Robert Enrico in die Kinos gebracht wurde. Während der Originaltitel schlicht “Ho!” lautet, kam der Film unter dem etwas zeitgenössisch-unglücklichen Titel “Die Nr.1 bin ich” in deutsche Kinos. Frankophilen sei die Originalfassung sehr empfohlen, da der teilweise frei erdachte deutsche Text so gar nicht im Sinn des Verfassers ist.
Mit Ho is die Hauptfigur gemeint, der Formel 1-Rennfahrer François Holin, dessen Karriere ein jähes Ende nimmt, als er den tödlichen Rennunfall eines Rennfahrer-Kollegens verursacht. Dem ungestümen Piloten wird die Lizenz entzogen. Er gerät auf die schiefe Bahn, hilft Gangsters als Fahrer bei der Flucht nach Überfällen.

“Ho! ist sicherlich nicht wirklich vergleichbar mit “Le Mans” oder “Grand Prix”, hat aber dennoch einen gewissen Charme und zeigt Jean-Paul Belmondo in der für ihn ungewohnten Rolle eines Verlierer, unfähig sein eigenes Leben in den Griff zu bekommen. Der französische Schauspieler ist uns als Automobil-Liebhaber wohl bekannt und rechtzeitig zu seinem 82. Geburtstag im April erschien kürzlich die überarbeitete, technisch modernisierte Filmversion auf Blue Ray DVD. Doch warum empfehlen wir an dieser Stelle, es sich gemütlich zu machen und “Ho!” zu geniessen? Nun, es gibt einen besonderen Grund, oder sagen wir besser deren zwei.

Zunächst ist da Bénédicte (Joanna Shimkus), ein bildhübsches Model und die Freundin von François Holin. Zweiter, und eigentlicher Grund unseres Beitrages, ist die nächtliche Anfangsszene in der Holin seine Freundin von einem Phototermin abholt und mit seiner Alpine Berlinette nach Hause bringt. Ganz der Gentleman öffnet er natürlich Bénédicte galant die Beifahrertüre. Die gold-bronzene Alpine A110 ist eine frühes Model mit schlanker Silouette und zwei Hauptscheinwerfern.
Obwohl wir die Alpine Berlinette oft als rauhes Motorsportwerkzeug mit breiten Kotflügeln und in aggressivem Renntrim erleben, so stellen wir fest, dass die frühen unverfälschten Modelle eine wohlverdiente, steigende Beachtung finden.
Die Tatsache, dass Steve McQueens Le Mans Porsche 911 bei einer Auktion einen Traumpreis erzielte, lässt uns träumen: Was mag wohl aus Ho’s Alpine geworden sein? Ob sie irgendwo vergessen in einer Scheune darauf wartet wieder mal eine junge Dame auszuführen?

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag Jean-Paul.

(Text: Jörg D. Brosowski)


 

Weitere Informationen: http://www.amazon.de/Die-Nummer-Eins-bin-Synchronversionen/dp/B00OUF576I

12.05.2015
update "alpinestars"
neue Berichte & Fotos

Nachdem unsere Webseite kürzlich ein refresh erfahren hat, haben wir nun auch unsere Rubrik "alpinestars" neu überarbeitet. Ein neues Fahrzeug wurde eingegliedert, neue Fotos wurden geschossen und Berichte aktualisiert, neu erarbeitet und hinzugefügt. Wir wünschen viel Spaß beim Schauen und Lesen.
 

12.04.2015
roll out - A110 1800 Gr. IV 1972
Was länge währt, wird endlich gut

Eine langjährige und nervenaufreibende Wartezeit, als auch eine aufwändige und zeitintensive Restaurationsphase liegen hinter dieser geschichtsträchtigen A110 1800 Gr. IV.
Im April 2014 war es dann endlich soweit und sie nahm erstmalig wieder Asphalt unter ihre Räder.

Als eine von lediglich zwei echten A110 1800 Gr. IV fand sie den Weg von Dieppe nach Bulgarien hinter den eisernen Vorhang und wieder zurück.

Ihre lange und material mordende Rallyehistorie, Misshandlungen und Metamorphosen, die Strapazen einer Vollrestauration, als auch die Langfinger welche sich an dieser Berlinette schadlos hielten, sind Teil ihrer Geschichte.
Viele lange Jahre wurde sie kalt gestellt, in den Katakomben eines unseriösen Restaurationsbetriebes und schien ob der dortigen Misshandlungen fast schon verloren.

Unsichtbar verschwunden scheinen all die Geschehnisse in Anbetracht ihres jetzigen Erscheinungsbildes.
 
ALPINE A110 – "für Kurven gemacht“

Der mit Vorsicht zu geniesende Geradeauslauf einer A110 ist geradezu berühmt-berüchtigt und trieb schon so manchem Besitzer den kalten Schweiß auf die Stirn. Auf engen, kurvigen Landstraßen oder Alpenpässen ist Sie jedoch in Ihrem Element und bietet Fahrspaß pur.
Schon beim ersten Rendevouz ist ihre Agilität und Wendigkeit spürbar und nicht umsonst ist ihr Name Programm. Abgeleitet von der Alpenrallye „Coupe des Alpes“ ist die ALPINE A110 wie „für Kurven gemacht“.

Farbenspiel

Colorierte Stoßstangen sowie Lufthutzen – in diesem Fall orange - waren typisch für die Werkswagen in den Jahren 1970-1972. In grün, gelb, rot, weiß und orange wurden diese Bauteile farblich abgesetzt, um die einzelnen Fahrzeuge im Rallyebetrieb einfacher unterscheiden zu können.

Auch der spezielle und extrem flach bauende Rückfahrscheinwerfer entspricht der Originalkonfiguration und lediglich die in Campagnolo–Gold lackierten Monte Carlo Gotti`s tragen die Handschrift des Restaurators.

Nehmen Sie Platz - so Sie können

Zugegeben – nicht jedem wird das Privileg zu teil, eine Berlinette fahren zu dürfen, bzw. zu können. Schon alleine die schiere Körpergröße selektiert den Kreis der Auserwählten, ist selbiger mit Körpergröße jenseits der 190cm äußerst überschaubar, von Beschränkungen der Schuhgröße erst gar nicht zu reden.
Die Sitze lassen nur begrenzten Spielraum an Verstellmöglichkeit nach hinten, wird dieser durch den im Fond befindlichen Kraftstofftank merklich eingeschränkt.
Idealgewicht in Relation zum Körpergewicht scheint zudem eine erstrebenswerte Kombination, um sich am Volant einer Berlinette wohl zu fühlen.

Hat man seinen Platz gefunden, befinden sich alle Bedienelemente in unmittelbarer Reichweite - selbst dann, wenn man durch die starren CIBIE-Hosenträgergurte in den engen Sitzen zurückgehalten wird.